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Briefe gegen das Vergessen

Täglich werden Menschen weltweit festgenommen, bedroht, gefoltert, getötet. Weil sie ihre Meinung sagen, sich für die Menschenrechte in ihrem Land einsetzen oder mit friedlichen Mitteln ihre Regierung kritisieren. Gewaltlose politische Gefangene verschwinden oft für Jahre hinter Gittern - ohne faires Gerichtsverfahren und unter unterschiedlich schwierigen Haftbedingungen. Die Gefahr, dass sie vergessen werden, ist groß. Darum brauchen sie unseren Schutz, unsere Solidarität, unseren Einsatz!
Aus diesem Grund startet Amnesty International sogenannte "Briefe gegen das Vergessen". Sie geben den Gefangenen Hoffnung und zeigen den Verantwortlichen, dass die Gefangenen nicht in Vergessenheit geraten sind. Die "Briefe gegen das Vergessen" wirken durch ihre enorme Anzahl.
Wir brauchen Ihre Unterstützung. Gegen das Vergessen. Beteiligen Sie sich an den Briefen gegen das Vergessen!

Der Menschenrechtsanwalt Abdolfattah Soltani wurde zu 18 Jahren Haft verurteilt: © Private

ABDOLFATTAH SOLTANI

Der Menschenrechtsanwalt Abdolfattah Soltani musste am 7. Juni 2016 in das Teheraner Evin-Gefängnis zurückkehren, nachdem er wegen des Todes seiner Mutter vorübergehend entlassen worden war. Er verbüßt derzeit eine 13-jährige Haftstrafe, zu der er wegen seiner Menschenrechtsarbeit verurteilt wurde. Der gewaltlose politische Gefangene wird im Gefängnis nicht angemessen medizinisch versorgt. Seine Ärzte befürchten, dass er einem erhöhten Herzinfarktrisiko ausgesetzt ist.
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Narges Mohammadi: © Amnesty International

NARGES MOHAMMADI

Narges Mohmmadi ist eine Menschenrechtlerin, die wegen ihres Engagements zu insgesamt 16 Jahren Haft verurteilt wurde. Sie ist Journalistin und war Geschäftsführerin und stellvertretende Leiterin des Zentrums für Menschenrechtsverteidiger (Center for Human Rights Defenders - CHRD) in Teheran. Während der Zeit ihres Engagements beim CHRD war sie auch Mitbegründerin der Initiative „Ende der Hinrichtung von Jugendlichen“ und des Nationalen Friedenskomitees und des Komitees für freie und faire Wahlen.
Narges Mohammadi ist schwer krank. Sie leidet an einer Lungenembolie (ein Blutgerinnsel in ihren Lungen) und an einer neurologischen Erkrankung, die zu Krampfanfällen und Lähmungserschei- nungen führt. Sie benötigt eine permanente fachärztliche Behandlung, die im Gefängnis nicht möglich ist.
Aus Protest gegen die anhaltende Weigerung der Behörden, ihr telefonischen Kontakt mit ihren Kindern zu erlauben, trat sie am 27. Juni 2016 in den Hungerstreik. Nachdem ihr ein 30-minütiges Telefonat mit ihren Kindern gestattet wurde, beendete sie am 16. Juli ihren Hungerstreik.
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Zeynab Jalalian

Zeynab Jalalian verbüßt derzeit eine lebenslange Haftstrafe im Gefängnis von Kermanshah im Westen des Iran. Die Gefangene gehört der kurdischen Minderheit im Iran an. Sie läuft Gefahr, ihr Augenlicht zu verlieren und muss dringend medizinisch behandelt werden. Die iranischen Behörden verweigern ihr diese Behandlung jedoch und setzen sie derzeit unter Druck.
Zeynab Jalalian wurde im Januar 2009 vor dem Revolutionsgericht von Kermanshah wegen "Feindschaft zu Gott" (moharebeh) zum Tode verurteilt. Die Verurteilung steht mit ihrer mutmaßlichen Mitgliedschaft in der bewaffneten kurdischen Oppositionsgruppe "Partei für ein freies Leben in Kurdistan" (Partiya Jiyana Azad a Kurdistanê - PJAK) in Zusammenhang.
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MITGLIEDER DER BAHA'I-GLAUBENSGEMEINSCHAFT

Sieben führende Mitglieder der Baha'i-Glaubensgemeinschaft verbüßen derzeit eine 20-jährige Haftstrafe. Es handelt sich um zwei Frauen und fünf Männer. Nach Auffassung von Amnesty International wurden sie allein wegen der friedlichen Ausübung ihrer Religion inhaftiert. Die Baha'i werden im Iran verfolgt, da ihr Glaube in der iranischen Verfassung nicht als offizielle Religion anerkannt ist.
Im September 2010 teilten die Behörden den Rechtsbeiständen mit, dass das Strafmaß auf zehn Jahre Gefängnis herabgesetzt worden sei. Dies ist bisher jedoch noch nicht schriftlich bestätigt worden.
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Sayed Ziaoddin Nabavi

Der Student Sayed Ziaoddin Nabavi verbüßt zurzeit im Karoun-Gefängnis in Ahvaz eine zehnjährige Haftstrafe wegen "Verbrechen" gegen die nationale Sicherheit. In diesem Gefängnis herrschen schlechte Haftbedingungen. Der gewaltlose politische Gefangene befindet sich nur deshalb in Haft, weil er seine Rechte auf freie Meinungsäußerung und Vereinigungsfreiheit friedlich wahrgenommen hat. Er verbüßt die Haftstrafe im inneriranischen Exil, d.h. er befindet sich weit weg vom Wohnort seiner Familie, wodurch es für die Angehörigen schwierig ist, ihn zu besuchen. Berichten zufolge wurde er während der Verhöre und bei der Ankunft im Gefängnis geschlagen. Sayed Ziaoddin Nabavi wurde im Juni 2009 wegen der Teilnahme an den Protesten infolge der umstrittenen Präsidentschaftswahl festgenommen. Er gehörte damals dem "Rat für die Verteidigung des Rechts auf Bildung" an, einer Organisation, die 2009 von Studierenden gegründet wurde, die aufgrund ihrer politischen Aktivitäten oder ihres Glaubens die Universität verlassen mussten. Ein Teil seines Strafmaßes bezieht sich auf angebliche Verbindungen zu der verbotenen politischen Gruppierung der Volksmudschaheddin (People's Mojahedeen Organization of Iran - PMOI). Der Vorwurf beruht wahrscheinlich darauf, dass er Angehörige hat, die Verbindungen zu PMOI-Mitgliedern unterhalten. Sayed Ziaoddin Nabavi streitet alle Vorwürfe ab. Derzeit droht Sayed Ziaoddin Nabavi eine Verlängerung der Haft, da wegen seines offenen Briefes über einen Todeskandidaten neue Anklagen gegen ihn erhoben wurden.
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Abolfazl Abedini Nasr

Der iranische Journalist und Menschenrechtsverteidiger Abolfazl Abedini Nasr verbüßt derzeit im Evin-Gefängnis in Teheran eine zwölfjährige Freiheitsstrafe. Amnesty International betrachtet ihn gewaltlosen politischen Gefangenen.
Abolfazl Abedini Nasr ist am 30. Juni 2009 festgenommen worden, 18 Tage nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen in Iran. Am 26. Oktober 2009 kam er gegen Kaution frei, wurde jedoch am 3. März 2010 im Zuge einer Verhaftungswelle, die sich gegen MenschenrechtsverteidigerInnen richtete, erneut fest genommen.
Bei seiner zweiten Festnahme soll Abolfazl Abedini Nasr von Angehörigen der Sicherheitskräfte geschlagen worden sein. Vier Tage später wurde er ins Evin-Gefängnis verlegt und dort nach vorliegenden Meldungen erneut mit Schlägen traktiert. Etwa drei Monate später brachten die Behörden Abolfazl Abedini Nasr nach Ahvaz in das dortige Karoun-Gefängnis und im September 2010 schließlich wieder zurück in die Haftanstalt Evin.
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