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Filmschaffende sind im Iran in den vergangenen Jahren verstärkt zur Zielscheibe von Unterdrückung und Repressalien geworden. Ihre Arbeit unterliegt einer strengen Zensur. Regisseure, deren Filme sich kritisch mit den politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen im Iran auseinandersetzen, aber auch Schauspieler und andere Filmschaffende werden inhaftiert, vor Gericht gestellt und zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. Einige von ihnen mussten ihre Haftstrafen in der Vergangenheit zwar nicht antreten. Aber das Risiko der Vollstreckung der rechtskräftigen Urteile hängt wie ein Damoklesschwert über ihnen. Auch mit Berufs- und Ausreiseverboten wird versucht, Filmschaffende zum Schweigen zu bringen.
Mohammad Sadiq Kabudvand verbüßt im Iran eine zehnjährige Haftstrafe wegen der friedlichen Äußerung seiner Ansichten.
Im Rahmen des Briefmarathons von amnesty international können Sie sich für ihn einsetzen.
Der Fall des christlichen Pastors Yousef Nadarkhani (auch Naderkhani), der sich im Iran wegen „Apostasie“ in Haft befindet, weil er es ablehnte seiner Religion abzuschwören, erzeugt derzeit große internationale Aufmerksamkeit.
Drewery Dyke, Mitarbeiter von Amnesty International, spricht mit Fakhteh Zamani, Vorsitzender der Vereinigung zum Schutz aserbaidschanischer politischer Gefangener im Iran.
Auf can-you-solve-this.org kann man sich für Menschen im Iran einsetzen, denen z.T. nicht nur ihr Recht auf Bildung, sondern auch ihre Freiheit genommen wurde. Für sie kann man dort durch Briefe an UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, UN-Menschenrechtsbeauftragte Navanethem Pillay und Bundesaußenminister Guido Westerwelle tätig werden.
Mindestens neun iranische Gefangene werden mit ernsthaften Gesundheitsproblemen im Iran gefangen gehalten. Amnesty International fordert die iranischen Behörden dazu auf, angemessene gesundheitliche Versorgung bei Mohammad Sadiq Kabudvand (m), Isa Saharkhiz (m), Ayatollah Boroujerdi (m), Zahra Jabbari (w), Kourosh Kohkan (m), Hossein Ronaghi-Maleki (m), Ahmad Zeidabadi (m), Sa’id Metinpour (m) und Heshmatollah Tabazadi (m) sicherzustellen. Diese Gefangenen werden allein wegen ihrer friedlichen Ausübung ihrer Rechte auf freie Meinungsäußerung, Versammlung, Vereinigung oder ihres Glaubens gefangen gehalten. Sie sollten unverzüglich und bedingungslos freigelassen werden.
Emadeddin Baghi, einer der bekanntesten iranischen Menschrechtsverteidiger, ist am Montag aus dem Gefängnis entlassen worden. Amnesty International gegenüber erklärte er jedoch, dass seine eigene Freilassung noch nicht das Ende der Geschichte bedeute, weil noch viele weitere Iranerinnen und Iraner rechtswidrig im Gefängnis sitzen. Als er freigelassen wurde, habe er den übrigen Gefangenen gesagt, "auch wenn ich jetzt gehe, bin ich noch halb bei euch im Gefängnis."
Sie glauben nicht, dass Fußball und Menschenrechte viel miteinander zu tun haben? Im Iran schon. Fußball und Frauenrechte? Im Iran ganz besonders.
Das Eindringen der Frauen in diese "Männersportart" war weltweit ein Schritt auf dem Weg zu mehr Gleichberechtigung. Und die kam im Fußball auch in Deutschland recht spät. Bis 1970 war Frauenfußball vom Deutschen Fußballbund sogar verboten! Jetzt, gut 40 Jahre später, findet in Deutschland die Frauen-Fußball-WM statt.
Nicht dabei ist die Mannschaft des Iran. Selbst wenn sie sich sportlich qualifiziert hätte, dürfte sie nicht teilnehmen. Nicht weil die iranische Regierung den Frauen das Fußballspielen verbietet. Das tat sie zwar nach der Islamischen Revolution im Iran von 1979 bis 1996 und auch heute behindert sie es nach Kräften, aber inzwischen haben sich die Frauen zumindest das Recht erkämpft, Fußball spielen zu dürfen. Sie dürfen es aber im Iran nur, wenn keine männlichen Zuschauer anwesend sind (umgekehrt dürfen Frauen auch nicht bei Spielen der Männer zuschauen). Und sie müssen "korrekt islamisch" gekleidet auflaufen: mit Kopftuch und weiten Trainingsanzügen.
Die Arbeiter im Iran kämpfen um ihre Rechte und Lebensbedingungen. Per Gesetz sind Zusammenschlüsse und unabhängige Organisationen verboten. Dennoch kämpfen sie für angemessene Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Jobsicherheit.
Sie wollen, dass ihre Stimmen gehört und ihre Arbeit respektiert wird. Die Antwort der Regierung auf das Aufbegehren der Arbeiter war brutal - es kommt regelmäßig zu Übergriffen durch die Obrigkeit gegen Gewerkschafter, sie werden schikaniert und verhaftet. Einige verbüßen lange Haftstrafen. Die Rechte, die die Arbeiter einfordern, sind universelle Menschenrechte. Sie brauchen unsere Unterstützung. Jetzt!
Willkommen auf der neu gestalteten Webseite der Koordinationsgruppe Iran von amnesty international Deutschland.
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Am 12. Juni 2011 jährt sich der Tag der iranischen Präsidentschaftswahlen zum zweiten Mal. Damals reagierte die Staatsmacht mit Gewalt auf Proteste von Bürgern, die Wahlfälschung vermuteten. Regisseur Ali Samadi Ahadi hat zu Beginn des Jahres mit "The Green Wave" einen preisgekrönten Film über die damaligen Ereignisse in die Kinos gebracht.
Der Studentenaktivist Majid Tavakkoli war bereits mehrfach in Haft. Zuletzt wurde er am 7. Dezember 2009 festgenommen, nachdem er bei einer Protestaktion auf dem Gelände der Amir Kabir Universität für Technologie in Teheran eine Rede gehalten hatte.
Die Behörden hielten 2010 die drastischen Beschränkungen der Rechte auf freie Meinungsäußerung, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit weiterhin aufrecht. Iranische und internationale Medien unterlagen einer weitreichenden Kontrolle, mit dem Ziel, iranischen Staatsbürgern den Kontakt zur übrigen Welt zu erschweren. Personen oder Gruppen, die den Anschein erweckten, als würden sie mit Menschenrechtsorganisationen oder persischsprachigen Medien im Ausland zusammenarbeiten, drohten Festnahme, Folter und Gefängnis. Regierungskritiker, Frauenrechtlerinnen, Personen, die sich für die Rechte von Minderheiten einsetzten, sowie andere Menschenrechtsverteidiger, Rechtsanwälte, Journalisten und Studierende wurden im Zuge von Massenverhaftungen oder anderweitig festgenommen und zu Hunderten inhaftiert. Folterungen und andere Misshandlungen an Gefangenen waren an der Tagesordnung und blieben straflos. Frauen wurden weiterhin durch die Gesetzgebung und im Alltag diskriminiert. Die Behörden räumten die Hinrichtung von 252 Personen ein, es gab jedoch glaubwürdige Berichte über mehr als 300 weitere Hinrichtungen. Die tatsächliche Gesamtzahl könnte sogar noch höher gewesen sein. Unter den Hingerichteten war mindestens eine Person, die zur Tatzeit noch minderjährig war. Es wurden Todesurteile durch Steinigung verhängt. Soweit bekannt wurden jedoch keine Steinigungen vollstreckt. Dagegen wurden Prügel- und Amputationsstrafen vermehrt ausgeführt.
Die fünf Männer und zwei Frauen sind führende Mitglieder der Bahá'í-Gemeinschaft im Iran. Sie wurden vor zwei Jahren inhaftiert und am 7. August 2010 wegen „Spionage für Israel“, „Verletzung religiöser Gefühle“ und „Propaganda gegen das System“ von einem Revolutionsgericht in Teheran zu 20 Jahren Haft verurteilt. Im September 2010 wurde diese Strafe auf 10 Jahre reduziert, aber im weiteren Berufungsverfahren im März 2011 wieder auf 20 Jahre erhöht. Amnesty International kritisiert immer wieder die Revolutionsgerichte wegen der Missachtung der internationalen Standards für faire Gerichtsverfahren. Die Bahá'í-Mitglieder sind gewaltlose politische Gefangene, die nur wegen ihrer religiösen Überzeugung gefangen gehalten werden.